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Author's Chapter Notes:
Viel Spa? beim Lesen. Ich h?nge immer wieder an den "first time" Momenten rum. ;-) Hoffe euch macht das auch so viel Spa? wie mir.
Später



Jim saß in seinem Kommandosessel und musste sich zusammenreisen um nicht auf seiner Lippe herum zu kauen. Er musste sich auch schwer beherrschen sich nicht ständig mit seinen Händen durch seine Haare zu fahren.
Stattdessen konzentrierte er sich mühsam auf den Hauptbildschirm und starrte auf den Planeten, der dort gezeigt wurde. Altair Delta.

Spock war auf dem Planeten. Eigentlich eine einfache Erkundungsmission.
Pflanzenbewuchs kartographieren, Routine. Eigentlich.

Ab wann es schief gegangen war?
Einer der Rothemden war gestürzt und hatte sich verletzt. Er war bewusstlos geworden und hochgebeamt. So hatte es Spock geschildert.

Nur – der Mann war nicht von alleine gestürzt. Er war gestoßen worden. Aber das wurde zu spät festgestellt – als der Sicherheitsmann nach der OP wieder wach geworden war.
Zu der Zeit hatten sie keinen Kontakt mehr zum Außenteam gehabt.
Warum zum Teufel auch immer.
Uhura konnte keinen Kontakt herstellen. Die Kommunikatoren waren tot. Sie empfingen, aber keiner ging ran. Keine Antwort.

Nun saß Jim im Zentrum des hektischen Treibens. Jeder bemüht die Vermissten zu finden. Die Scanner waren im Einsatz. Die Planetenoberfläche wurde abgesucht. Ohne Erfolg. Dabei konnten die Leute doch nicht so weit gekommen sein! Irgendetwas ging gründlich schief.
Ein Notfallteam wartete im Transporter Raum um gleich helfen zu können, falls das Außenteam gefunden und hochgebeamt wurde, und falls jemand weiteres verletzt wäre, womit zu rechnen war.

Jim hatte nichts zu tun. Er konnte nur da sitzen und warten.
Und nachdenken.
Spock.

Wie ein endloses Gebet kreisten Jims Gedanken nur um das eine: „Bitte lass ihm nichts passiert sein. Bitte lass ihn in Ordnung sein. Bitte…“ Der Captain schloss die Augen. Innerlich seufze er. Was war nur mit ihm los? Warum hatte er auf einmal so viel Angst um Spock? Und in diesem Moment, in dem er im Zentrum des Geschehens saß und nichts zu tun hatte als zu warten, traf ihn die Erkenntnis:

Er liebte Spock.

Oh Gott! Er liebte Spock.

Seit wann? Jim versuchte sich zu erinnern, wann aus der Arbeitsbeziehung Freundschaft, und wann aus der Freundschaft Liebe geworden war. Es war nicht auf einmal gekommen. Langsam und leise hatte sich dieses Gefühl herangeschlichen und von ihm Besitz ergriffen. Da ein leicht amüsiert nach oben gezogener Mundwinkel, dort ein leicht spöttischer Blick mit hochgezogener Augenbraue…
Jetzt, wo Jim darüber nachdachte fielen ihm immer mehr Momente ein, in denen er sich dem ersten Offizier so nahe gefühlt hatte, wie nie zuvor in seinem Leben zu einem anderen Wesen.
Fast musste er lächeln. Aber das wäre bei der Brückencrew merkwürdig angekommen. Also riss er sich weiter zusammen.

Ob er jemals die Chance haben würde Spock zu gestehen was er für ihn empfand?
Im gleichen Moment in dem er das dachte verwarf er den Gedanken wieder und schimpfte mit sich selbst – erst einmal musste Spock und das Außenteam gerettet werden – und dann würde er sehen, wie sich alles weiterentwickelte.

Mit diesem abschließenden Gedanken konzentrierte er sich wieder auf das Geschehen auf der Brücke.

Plötzlich meldete sich Uhura.
„ Ich hab sie.“
Sie stellte durch.
„.. sofort hochbeamen. Wir werden von einer primitiven Spezies angegriffen…“ und damit war der Notruf unterbrochen, da im Transporterraum der wachhabende Offizier schon reagiert hatte um das Außenteam hoch zu beamen.
Kaum war Spocks Stimme verklungen als der Captain auch schon losstürmte in Richtung Krankenstation.

Jim war vor McCoy und seinem Team in der Krankenstation.
Gleich darauf glitt die Tür auf.
Zwei vom Außenteam wurden auf Tragbaren hereingetragen. Dann kamen Pille und Spock. Spock blutete aus einer Wunde an der Stirn und sein rechter Ärmel war zerfetzt und mit Schnittwunden übersät.

Jim schaute Spock in die Augen.
Spock schaute zurück.
Wie in Trance ging Jim auf Spock zu.
McCoy wollte Spock weiter zu einer der Krankenliegen führen, aber Spock blieb stehen und weigerte sich weiter zu laufen. Jim stand nun vor ihm.
Sie schauten sich unverwandt in die Augen.

Und dann traute Pille seinen Augen nicht.

Jim war den letzten Schritt zu Spock getreten und küsste ihn.

James Tiberius Kirk küsste Spock. Spock, den Vulkanier. Spock, den Emotionslosen. Spock, den wandelnden Computer! Der Captain, der Frauenheld, küsste Spock, den Unberührbaren. Dr. Lenard McCoy glaubte nicht wirklich was er sah.

Während der Doktor regelrecht erstarrt war, trennten sich Jim und Spock wieder.
Wieder schauten sie sich tief in die Augen. Spock sagte noch immer nichts.
Nun wurde Jim unsicher. Obwohl er gespürt hatte, dass Spock ihn willkommen geheißen hatte, wurde er nun, da sie sich getrennt hatten, wieder unsicher. Spock sagte nichts. Er schaute ihn nur an.
Jim schaute weg. Er senkte verlegen seinen Kopf. „Es tut mir leid. Ich wollte ihnen nicht zu nahe treten!“ Er wollte sich abwenden, aber Spock hielt ihn mit seinem linken Arm fest. Jim hob den Kopf und schaute Spock wieder in die Augen. Spock sagte immer noch nichts. Aber er trat einen Schritt vor.
Und gab Jim einen Kuss auf die Stirn. Dann flüsterte er: „Später.“
Ein leuchten ging über Jims Gesicht und ein Lächeln erschien auf seinen Lippen, das allein für Spock war.
Lächelnd drehte sich der Captain um und verließ die Krankenstation. Alle Last war von seinem Herzen gefallen und er konnte nur an eins denken: „Später“.


~o~
Chapter End Notes:
Ich hoffe euch hat meine kleine Geschichte gefallen. Wer mag kann gerne ein Review hinterlassen. Ich freu mich da immer wieder dar?ber. Sch?n zu sehen, ob jemand meine Geschichte gef?llt und so manches Review hat mir auch schon geholfen Geschichten ein wenig besser zu machen.
Ich danke schonmal f?rs Lesen.
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